19.02.2019. Wir reisen mit Bus und Boot nach Muang Ngoy

Wir werden kurz nach dem Frühstück mit dem Tuk Tuk abgeholt, welches schon so mit Touristen vollgestopft ist, dass wir uns nur noch aussen auf das Geländer setzen und festhalten können.
So fahren wir einmal quer durch die halbe Stadt, bevor wir am Busbahnhof abgeladen werden, wo zuerst mal keiner so genau weiss, wo er jetzt hingehen soll.

Wir zeigen unser Ticket am Schalter und bekommen irgendeine Nummer zugewiesen, die sich kurz darauf als Nummer des jeweiligen Nummernschild des Busses herausstellt.
Die einen haben sich dort schon versammelt und nachdem wir alle unsere Rucksäcke verstaut haben, können wir endlich einsteigen, wobei unser Platz in der letzten Reihe ganz hinten ist.

Der Minivan ist um einiges enger als der lokale Bus und mit den Beinen haben wir kaum Platz, doch da müssen wir halt für die nächsten vier Stunden durch.
Es sind insgesamt vier Minivans die losfahren und unser Fahrer sieht darin die Herausforderung, als erster an der Spitze zu fahren, wobei er sich unendlich Mühe gibt, mit schnellstem Tempo über die Schlaglöcher zu brettern.

Da die Sicht aus dem Fenster ziemlich mies ist weil die Sitze zu hoch sind, könnte da dem einen oder anderen schon mal schlecht werden, den die Strasse besteht sozusagen nur aus Kurven.
Wir fahren mit nur einer kleinen Unterbrechung durch bis nach Ning Khiaw, wo wir an einer Tankstelle ausgeladen werden.

Wir schliessen uns mit einem älteren Deutschen Paar namens Karin und Wolfgang zusammen und gehen gemeinsam zu Fuss bis zur Bootsrampe, welche nicht besonders weit entfernt ist.
Ich löse sogleich ein Ticket für vier Personen und da wir noch etwas über eine Stunde Zeit haben, gehen wir eins trinken und unterhalten uns.
Die zwei sind uns auf Anhieb sympathisch und wir haben jetzt schon viel zu lachen.

Erst als die Dame des Hauses uns ruft stellen wir fest, dass alle anderen schon eingestiegen sind, also rennen wir halb um noch einen Platz zu erwischen und quetschen uns dann als Letzte auf den hintersten Platz.

Eine Schweizerin namens Silvia setzt sich ebenfalls zu uns nach hinten und wir kommen mit ihr ins Gespräch, wobei wir ihren Thurgauer Dialekt schon von Weitem heraushören.
So fahren wir alle miteinander bei ohrenbetäubendem Motorenlärm eine Stunde lang den Nam Ou Fluss hoch, welcher an den einen Stellen gute 100m breit ist.

Zum Teil ist die Strömung ziemlich stark und ich staune, wie locker die Holzboote diese passieren können und wie einfach sie durch das Wasser gleiten.
Berge ragen auf und die Aussicht ist atemberaubend schön, zum Teil bewaldete oder kahle schroffe Felsen die aus den Wäldern in Himmel ragen.

Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und in Muang Ngoy angekommen, stellt sich lustigerweise heraus, dass Karin und Wolfgang das gleiche Gästehaus gebucht haben, wie wir und wir somit gleich noch Nachbarn sind.

Also richten wir uns alle in unseren River View Bungalows ein die pro Nacht ca. 18 USD kosten, setzen uns dann nach draussen und landen schlussendlich einem der zahlreichen Restaurants mit Flussblick, wo wir uns einen Drink gönnen.
Natürlich bleibt es nicht bei einem und bei fröhlichem Geplauder und Gelächter verbringen wir zu viert einen unterhaltsamen Abend.

Auf dem Rückweg kommt uns Francois der Franzose entgegen der auf dem gleichen Boot unterwegs gewesen ist wie wir.
Als wir ihn fragen wo er noch hingeht, stellt sich heraus dass er sein Bungalow nicht mehr findet, welches direkt neben dem von Karin und Wolfgang steht und so nehmen wir ihn auch gleich mit.

Zurück bei den Bungalows wünschen wir dann eine gute Nacht und gehen nach einer erfrischenden Dusche sogleich ins Bett.

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