17.02.2019. Mit dem Bus von Vientiane nach Luang Prabang

Um halb sechs klingelt der Wecker und reisst uns aus dem Tiefschlaf.
Völlig verpennt stehen wir auf und packen unsere restlichen Sachen zusammen, ehe wir uns um halb sieben nach unten vor die Tür stellen.
Alle im Guesthouse sind noch am Schlafen, auch die Inhaber selbst, welche es sich auf den Sofas in der Lobby gemütlich gemacht haben.
Draussen regnet es noch immer und spült somit den Feinstaub aus der Luft, die nun kühl und sauber ist.

Nach sieben kommt endlich der Tuk Tuk Fahrer der uns zum Busbahnhof bringen soll und nimmt nach uns noch eine Deutsche mit, die ebenfalls nach Luang Prabang fahren will.

Am Busbahnhof angekommen weisen wir unser Ticket vor und steigen ein, doch bis wir endlich abfahren, dauert es eine weitere Stunde.
Um neun fahren wir endlich los, nur um kurz darauf bei einer Tankstelle wieder anzuhalten und zu tanken, danach geht’s weiter.
Doch die Freude ist von kurzer Dauer denn eine Stunde später halten wir schon wieder an, damit alle sinnlose Einkäufe tätigen können.

Als schliesslich alle wieder eingestiegen sind, bummeln wir langsam durch die laotischen Bergregionen wobei wir sehr viele Dörfer zu Gesicht bekommen.
Dabei sehen wir aber auch einen riesigen Staudamm sowie die neue Eisenbahnlinie welche von den Chinesen gebaut wird, um Güter durch das Land zu transportieren.
Die Strassen sind in einem mehr oder weniger guten Zustand, trotzdem kommen wir dank den vielen Kurven nur sehr langsam voran.

Am frühen Nachmittag halten wir für eine kurze Mittagspause an um etwas zu essen, anschliessend geht die Fahrt weiter und wir kommen erst spät abends in Luang Prabang an.
Unterwegs halten wir mehrmals an um Einheimische aussteigen zu lassen unter anderem eine junge Frau, der es auf der ganzen Fahrt schlecht gewesen ist und sich andauernd erbrochen hat.
Während einer Klopause muss unser Fahrer die Bremsen des Busses mit einem Wasserschlauch kühlen, weil diese durch das ständige Bremsen glühend heiss geworden sind.

Alle sind k.o. und etwas genervt, aber froh nach vierzehn Stunden Fahrt für eine Strecke von 350Km, heil angekommen zu sein.
Wir teilen uns mit drei anderen ein Tuk Tuk und fahren damit ins Zentrum und weiter bis zu unserem Guesthouse, welches kaum auffindbar ist.
Irgendwann geben wir es auf und gehen zu Fuss weiter, erreichen dann das Mano Temple Guesthouse und beziehen sogleich das Zimmer.

Inzwischen ist es kurz nach zehn Uhr abends und wir sind beide hungrig, nur gibt es sehr wenig Restaurants in unserem Viertel
Mit ein wenig Glück finden wir eins und teilen uns eine Pizza, nehmen einen Drink und sind einfach nur hundemüde und kaputt, zudem schmerzt uns von den Sitzen beiden der Rücken.

Zurück im Zimmer gehen wir dann auch einfach nur noch unter die Dusche, putzen uns die Zähne und fallen gleich darauf todmüde ins Bett.

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