20.+21.07.2019. Chillen, Carpe Diem und Pizza backen 😉 sowie einmal quer durch das wunderschöne Tal des Altai’s

Wir schlafen aus, bleiben bis fast neun Uhr liegen und verlassen das Bett erst, als uns die Sonne und ihre Hitze aus dem Klappdach zwingt.
Wir machen uns ein schönes Frühstück bereit, kochen Kaffee und setzen uns raus an die frische Luft, wo wir eigentlich gerade zu essen anfangen wollen.

Nun dies ist ein touristischer Ort und so dauert es auch nicht lange bis zwei deutsche Fahrzeuge anhalten und Leute aussteigen, die sich zu uns gesellen um sich kurz auszutauschen.
So wird also erstmals fröhlich geplaudert und gelacht, wir finden es schön.
Nach einer halben Stunde verabschiedet sich die kleine Gruppe wieder und fährt weiter, sie sind mit der Fähre von der anderen Seite des Sees gekommen.

Wir essen in Ruhe zu Ende und ich mache mich sogleich an den Abwasch, Tobi leistet inzwischen Horst Gesellschaft, der sich mit der Angelrute an den Fluss gestellt hat.
Leider hat er beim Fischen absolut kein Glück, er gibt im Verlauf des Tages auf, hält sich aber noch hartnäckig lange.

Ich plaudere mit Helga und mache mich anschliessend daran, unsere Kleider zu waschen, der Fluss bietet ausreichend Wasser dafür.
Also koche ich einen Topf voll Wasser auf und kippe es heiss in unser Abwaschbecken, wo ich ein Kleiderstück nach dem anderen wasche.
Drei Vorgänge, dreimal herrlich heisses Wasser und perfekte Wetterkonditionen um alles anschliessend an der frischen Luft trocknen zu lassen.
Wieder haltet ein deutsches Paar bei uns an und wir kommen ins Gespräch, verrückt wie viele Overlander man hier antrifft, aber auch schön dass man sich austauschen kann.

Der Tag zieht ratzfatz an uns vorbei und gegen den frühen Abend koche ich einen Topf Sugo auf, Helga macht einen Pizzateig und wir teilen uns die Zutaten. Tobi hat den ganzen Tag Holz gehackt damit wir am Abend ein tolles Feuer machen können und Horst hat in der Zwischenzeit seinen Pizzaofen aufgebaut und hingestellt.
Danach setzen wir uns wieder zu viert ans Feuer, backen Pizza und trinken Bier und Wein, lachen und plaudern.

Es dauert einen Moment bis wir den Bogen beim Pizza backen raushaben, es mangelt immer mal wieder etwas an der Hitze, doch die Pizzas sind fein und wir sind alle happy.
Ich erledige später den Abwasch, die anderen plaudern weiter in der gemütlichen und schönen Runde.

Wieder wird es spät, bis wir alle Feierabend machen und ins Bett gehen.

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von Helga und Horst weil die schon in Richtung Gorno-Altaisk fahren wollen, wir wollen weiter bis zum See.
Also wünschen wir uns nach dem Frühstück gegenseitig alles Gute und winken den beiden noch nach, als sie mit dem blauen Riesen wie wir den Unimog nennen, durchs Wasser fahren und auf den Weg abbiegen.

Auch wir packen alles zusammen und kontrollieren nochmals ob wir auch nichts vergessen haben, danach fahren wir los, bis zum grossen See.
Der Weg dahin ist ziemlich gut und wir kommen wunderbar voran, bestaunen wieder die Schönheit der Natur, sind überwältigt von dem vielen Wasser was da runterkommt und betrachten die Wasserfälle die von den Felsen schiessen.
Wir haben gute 70Km vor uns und brauchen ganze zwei Stunden bis wir beim letzten Dorf namens Balitschka ankommen, von dort an ist der restliche Weg zum See nur noch mies.

Schlamm über Schlamm, Löcher, Auswaschungen und durchweichtes Gras und das letzte Stück zum See ist so durchweicht, dass wir beinahe stecken bleiben.
Der Weg ganz nach vorn zum See ist dann auch noch gesperrt, weshalb wir genervt umdrehen und wieder zurückfahren.
Im Dorf halten wir an und essen eine Schüssel Borschtsch sowie eine Portion Pelmeni, anschliessend fahren wir wieder durch das Tal zurück.

Wir fahren gleich den kompletten Weg zurück, die steile Passstrasse wieder hoch und durch die ganzen Hügel und Wiesen hindurch wieder Richtung Ulagan.
Es dauert Stunden und der Tag geht so schnell an uns vorbei weil wir die ganze Zeit am Fahren sind, doch trotzdem können wir es auch sehr geniessen.
Die Strecke selbst ist schon jeden einzelnen Meter wert, eine so schöne Natur wie hier kriegt man schliesslich auch nicht alle Tage zu Gesicht.

Kurz vor dem letzten Dorf bevor wir Ulagan erreichen, finden wir einen Übernachtungsplatz direkt auf einem Hügel, wo wir sogar wunderbaren Internetempfang haben.
Ich koche uns was kleines zu Abend und nutze dann die Zeit um mich mal wieder bei meinen Eltern zu melden, manchmal dauert es halt eine Weile, weil wir nicht immer Netz haben.

Danach lesen wir nur noch ein wenig und löschen dann das Licht, während in der Nähe von uns ein Gewitter aufzieht und seine Blitze das Land taghell erscheinen lassen.

 

 

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