12.-14.06.2019. Noch ein paar Tage im River Point Camp und ein paar tolle Bekanntschaften 😉

Am Morgen verabschieden wir uns vorĂŒbergehend von Horst und fĂŒr eine sehr lange Zeit von JĂŒrgen.
Horst holt seine Freundin Helga vom Flughafen ab, doch da sie sehr frĂŒh am nĂ€chsten Morgen in Ulaanbaatar landet, wird er in der NĂ€he ĂŒbernachten.
JĂŒrgen wird in der Zeit im Hotel in der Stadt ĂŒbernachten und sich dann mit einem Kumpel zusammen ein Auto mieten, dann werden sie zu viert mit Horst und Helga durch die Mongolei reisen.

Wir haben in der Zwischenzeit noch ein bisschen was zu tun, irgendwie sind wir mit der ganzen RĂ€umerei noch nicht so zufrieden und Dachboxen mĂŒssen auch nochmals inspiziert und kontrolliert werden.
WĂ€hrend Tobi alles ausrĂ€umt ĂŒberlegen wir uns was wir wirklich noch alles behalten wollen, denn vieles haben wir jetzt ewig nicht mehr gebraucht.

So geht die Misterei also mehr oder weniger den ganzen Tag weiter, bis sich Lutz und Conny zu uns in den Schatten setzen.
Beim ersten Bier ist es mit dem Arbeiten natĂŒrlich vorbei und wir plaudern und verhocken dann vollends.
Da bei uns ein Gulasch auf dem Plan steht, lade ich die beiden sogleich spontan zum Essen ein und koche gleich einen riesigen Topf.
Da das Wetter trotz wenig Wind sehr gut mitspielt können wir uns draussen an den Tisch setzen und essen.

Nach dem Essen geht’s bei Conny und Lutz dann weiter, wobei Joe, -ein anderer Deutscher der schon eine Weile hier ist und RenĂ© unter die Arme greift- sich zu uns setzt und auch noch mitplaudert.
Auch René selbst kommt noch dazu und so wird es eine witzige Runde die bis morgens um zwei dauert und mit nicht wenig Vodka endet.

In der Zwischenzeit hat es merklich abgekĂŒhlt und wir sind wieder einmal froh um die Standheizung, auch wenn sie ihre Startschwierigkeiten hat.
Heute haben wir keine Bilder gemacht.

Am nĂ€chsten Morgen herrscht dann entsprechende Katerstimmung und als ich komplett ĂŒbernĂ€chtigt aus dem Auto klettere, höre ich als erstes Joe’s lautes und schadenfrohes GelĂ€chter, sowie seinen Kommentar zu meinem «uneleganten» aussteigen.
Der Sack hat uns schon aufgelauert und wollte sich die verkaterten Schweizer nicht entgehen lassen! 😀

Nach einer Ladung Magnesium, Kopfschmerztabletten und einer Portion Pommes, kommen wir aber langsam wieder auf die Beine und RenĂ© bittet mich, im Restaurant mit seiner KĂŒchenchefin zusammen eine Lasagne zu backen.
Also mache ich mich gegen den frĂŒhen Nachmittag auf in die KĂŒche und gebe einen Crashkurs im Bolognese und BĂ©chamel Sauce kochen.
Die Arbeit macht mir viel Spass und auch mit Renés Personal komm ich sehr gut zurecht, sie sind ein super Team.
Die Lasagne kommt sehr gut raus und was mich am meisten freut ist, dass unsere deutschen Freunde diese auch gleich bestellen und probieren wollen.

In der Zwischenzeit hat Tobi weiterhin fleissig gerÀumt und unser neues Moskitonetz installiert, weil das alte schon ziemlich kaputt ist.
In Australien haben wir ein neues gekauft, welches sich in der Mitte mit einem Magnet von oben bis runter perfekt schliessen lÀsst.
Solch kleine Sachen lösen in uns schon die Freude aus, weil wieder etwas weiteres dazugekommen ist, was auch noch gut funktioniert.

Horst ist inzwischen mit Helga ankommen  und so sitzen wir schlussendlich wieder zu fĂŒnft im Restaurant am Tisch und unterhalten uns.
Diesmal jedoch gehen wir etwas frĂŒher ins Bett, um unser Schlafdefizit wieder aufzuholen.


Am Freitagmorgen sind wir frĂŒh auf denn erstens mĂŒssen wir noch in der Toyota Garage die bestellten Ersatzteile abholen und zweitens mĂŒssen wir uns auf die Suche nach Motorenöl machen.
Also stehen wir auf, duschen und essen kurz was, dann ist BeitrÀge hochladen angesagt und anschliessend fahren wir los.
Auf der Àussersten Umfahrungsstrasse der Stadt kommen wir soweit ziemlich gut voran, auch wenn die Mongolen wieder kreuz und quer auf der Strasse unterwegs sind.

In der Garage angekommen, mĂŒssen wir einen Moment warten und nutzen die Zeit um uns ein paar neue Autos anzugucken und zu fachsimpeln.
Danach erhalten wir endlich die neuen Stabilisatorenbuchsen inkl. AufhÀngungsrahmen mit Schrauben.

Danach fahren wir zu einem Autofachmarkt um dort zwei Kannen Shell 10w40 Engin Oil zu kaufen, zwei Kannen haben wir bereits noch von Russland im Auto.
Da wir angenommen haben dass Shell Produkte eigentlich ĂŒberall erhĂ€ltlich sind, haben wir in Russland zwei Kannen mehr gekauft, danach war das Regal leer.
Nun stehen wir also im Laden und stellen fest, dass man generell 10w40 nur schlecht bekommt, wie die Mongolen mit anderen Produkten wie 0w30 und 5w30 unterwegs sind, aufgrund der sehr kalten Temperaturen im Winter.
War ja mal wieder klar dass wir hier also absolut nichts finden werden und so erkundigen wir uns am Tresen, ob es noch andere LĂ€den in der Stadt gibt wo die Hoffnung besteht, dass wir trotzdem noch an unser Öl rankommen.

Mit ein paar Tipps vom VerkÀufer machen wir uns danach auf den Weg in die Innenstadt, wo wir zuerst zur Auto Mall und dann zum Auto Plaza fahren, doch auch da bleibt die Suche erfolglos.
Wir stecken ununterbrochen im Stau fest, kommen kaum voran und fluchen ĂŒber den chaotischen Stadtverkehr, den Ulaanbaatar ist verkehrstechnisch wirklich die Hölle.

ZurĂŒck im River Point ĂŒberlegen wir uns dann eine neue Strategie und entscheiden, das Shell Öl einfach mal zu behalten, aber fĂŒr den nĂ€chsten Ölwechsel ein anderes Produkt zu verwenden.
Eigentlich kann man auch ein anderes Produkt mit dem Wert 10w40 kaufen, die ViskositĂ€t muss einfach genau dieselbe sein, was sich mit einer kleinen Nummer auf der RĂŒckseite der Kanne in Erfahrung bringen lĂ€sst.
Jedoch wollen Tobi und ich kein Risiko eingehen und so werden wir vier neue Ölkannen kaufen mĂŒssen, und dabei die anderen zwei Ölkannen spazieren fahren, bis wir wieder solches finden.

Inzwischen ist ein VW T5 mit einem ZĂŒrcher Nummernschild im River Point eingetroffen und so lernen wir Daniel und Margit kennen, beide aus ZĂŒrich selbst, Margit jedoch ursprĂŒnglich aus Österreich.
Die beiden sind mit dem T5 anfangs April losgefahren und wollen bis Ende des Jahres herumreisen.
Es ist schön, unter all den Deutschen mal wieder eine Schweizer VerstĂ€rkung zu haben, da geht das SprĂŒche klopfen gleich wieder besser.

Zum Abendessen wÀrmen Tobi und ich das restliche Gulasch auf und danach setzen wir uns wieder zu Conny und Lutz, wobei sich schon eine schöne Freundschaft entwickelt hat.
Die beiden sind aber auch wirklich mega lieb und zaubern uns jeden Morgen mit ihrer Kaffeemaschine einen Kaffee, das wurde nun schon fast zum Ritual.
Auch Joe gesellt sich in der Regel am Morgen zu uns und so gibt’s immer eine Kaffeerunde mit vielen doofen SprĂŒchen und GelĂ€chter.

Als es spÀt wird gehen wir bald ins Bett, wir haben am nÀchsten Tag noch ein wenig Programm.
Leider haben wir heute wieder keine Bilder gemacht.

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