26.02.2019. Wir verlassen Laos und fliegen nach Vietnam

Wir stehen pünktlich um halb sieben draussen und warten auf den Tuk Tuk Fahrer, der zehn Minuten zu spät erscheint und ständig vor sich hin hustet.
Es ist erstaunlich kühl und ich bin froh für die Fahrt bis zum Flughafen, meinen Pullover angezogen zu haben.
Die Fahrt dauert an die zwanzig Minuten und trotz der frühen Uhrzeit ist schon wieder einiges los auf den Strassen.

Am Flughafen angekommen, geht es nur sehr langsam voran und wir müssen obwohl es nur zwei Personen vor uns hat, ewig warten bis wir unser Gepäck aufgeben können.
Nachdem unsere vietnamesischen Papiere ebenfalls kontrolliert worden sind, können wir endlich zum Gate um noch was zu frühstücken, bevor es Zeit fürs Boarding ist.

Zu Fuss geht’s über das Rollfeld zum Propellerflugzeug und als alle eingestiegen sind, starten wir kurz darauf und lassen Laos hinter uns.
Das Land der lächelnden Menschen hat uns sehr gut gefallen, die Herzlichkeit der Einwohner, der minimale Tourismus, die wunderschönen Orte die wir hier besucht haben und die gute Energie haben wir sehr genossen, die langen Busfahrten allerdings werden wir nicht vermissen.

Der Flug dauert eine Stunde und zwanzig Minuten und der Smog ist so dicht, dass wir kaum was sehen können, aber ausser Berge und Wald gibt es auch nicht besonders viel.

Wir landen pünktlich in Hanoi und müssen zuerst das Visa on Arrival ausfüllen, welches wir zusammen mit dem Approval Letter und unseren Pässen, sowie je einem Passfoto abgeben müssen.
Da es so viele Leute sind die sich hier anstellen, sind die Arbeitskräfte mit der ganzen Situation ziemlich überfordert und die Warterei zieht sich dahin, bis wir endlich wieder unsere Pässe entgegennehmen können.

Bei der Migration selbst, bekommen wir noch den Einreisestempel und können dann endlich unsere Rucksäcke in Empfang nehmen, welche in der langen Zeit wahrscheinlich schon ein paar Runden auf dem Gepäckband gedreht haben.

Nach dem Kauf einer SimKarte und genug Vietnamesischen Dong in der Tasche, verlassen wir das Flughafengebäude und fahren mit dem Bus in die Stadt, genauer gesagt ins Stadtviertel Hoan Kiem, dem eigentlichen Zentrum Hanois.

Dort angekommen, fühlen wir uns augenblicklich wohl, denn obwohl im Strassenverkehr andauernd gehupt wird und lawinenartig Motorräder die Strasse hinunterkommen, herrscht hier eine lockere und gute Stimmung, die man auf der Stelle spürt, sobald man aus dem Bus gestiegen ist.

Als wir da so die Strasse herunterlaufen um zu unserem Homestay zu gelangen, treffen wir per Zufall auf Michael, den einen Deutschen den wir auf dem Loop bei Pakse in Laos kennengelernt haben.
Seine sympathische Freundin Erika lernen wir auch gleich kennen und so gehen wir spontan zu viert Mittagessen im Hidden Gem Coffee, ein kleines verstecktes Restaurant wo der Inhaber sich darauf spezialisiert hat, alles mit Recyclingmaterialien auszustatten.

Da bekommen wir ein echt feines und günstiges Sandwich mit frischem Brot, Salat, Chicken und einer nussigen Sauce, sowie frischgepresste Smoothies.
Zu viert sitzen wir ganz oben auf dem Dach und plaudern, freuen uns die zwei zu sehen du haben einiges zu erzählen.
Später müssen wir uns dann leider verabschieden und unser Zimmer endlich mal beziehen, anschliessend begeben wir uns natürlich gleich auf Entdeckungstour, doch dazu morgen mehr.

Zurück in unserem unglaublich coolen Homestay namens Hanoi Old Quarter Homestay, welches sich wirklich mitten im alten Stadtviertel befindet, sind wir nämlich von unserer Gastfamilie zum Abendessen eingeladen worden.
Jeden Abend wird dieses Abendessen veranstaltet um die neuen Gäste zu begrüssen und mit traditioneller vietnamesischer Küche zu verwöhnen.
Heute Abend gibt’s gebratenen Tofu mit Tomaten, Speck, frischer Spinat und dazu Reis, natürlich wird artig mit den Stäbchen gegessen.

Das Abendessen hat aber auch den Zweck, dass die Angestellten besser Englisch lernen und man neue Leute kennenlernt, so wie wir heute ein junges Deutsches Pärchen, deren Namen ich nochmals nachfragen muss, weil ich darin eine echte Niete bin.

Wir bleiben also wieder einmal lange sitzen und unterhalten uns, geben einander ein paar gute Tipps auf den Weg und gehen dann bald darauf ins Bett.

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