14.09.2017. Buddha World Peace Stupa

Der Morgen kommt und mit ihm schon sehr früh die Sonne.

Während ich zu einem Reitausflug verabredet bin, wollen Tobi und Bennet zur Buddha World Peace Stupa wandern, die auf einem Berg steht.

Auch mein Plan ist es, mit den Pferden dort hoch zu reiten, doch ich werde anfangs etwas enttäuscht als ein kleiner Kerl mit einem nepalischen Pferd auftaucht, dass die ungefähre Grösse eines grösseren Ponys hat, dass zwar einen kräftigen Eindruck macht, aber etwas zu klein für mich ist. Ich frage also nach einem zweiten Pferd und wir müssen durch das halbe Städtchen gehen, bis uns ein Reiter mit einem indischen Pferd entgegenkommt.

Die indische Pferderasse erkennt man daran, dass sich ihre Ohren in der Mitte beinahe berühren und sie einen länglichen Körperbau haben.

Ich wechsle auf das andere Pferd rüber und der vierzehnjährige Junge namens Rohit, nimmt sein Pony wieder. Zu zweit reiten wir durch den etwas chaotischen Verkehr von Pokhara, traben und galoppieren auf dem Kiesstreifen den Strassen entlang Richtung Berg.

Es ist heiss und die Sonne brennt uns auf die Köpfe, unter der sehr dicken, viel zu grossen Satteldecke stelle ich fest, dass mein Pferd viel zu dünn ist und halte auf der Stelle an.

Ich erkläre dem Jungen, dass ich das nicht in Ordnung finde und schlage vor, das Pferd zu wechseln, da er ein absolutes Fliegengewicht ist.

Jedoch weiss ich schon jetzt, dass wir es niemals bis nach oben schaffen und steige ab. Es hat schliesslich absolut keinen Wert und ich will auch die Pferde nicht quälen. Der Kleine hat auch nichts dafür, er ist nur ein Angestellter, der mit den Touristen auf absolut untrainierten Pferden ausreiten muss.

Im Schatten bei einer Wiese erkläre ich Rohit, dass ich hier abbrechen werde und die Pferde nicht genug fit und das eine unterernährt ist.

Danach kontaktiere ich Rami Dahal der das Reiten organisiert hat

und erkläre ihm die Situation. Er bietet mir an, ein Taxi zu schicken, dass mich zur Stupa hochbringt, damit ich sie trotzdem anschauen kann.

Ich bin einverstanden und so verabschiede ich mich von Rohit, dem Jungen. Bedanke mich bei ihm und gebe ihm noch eine Flasche Wasser für den Rückweg.

Das Taxi bringt mich zur Stupa hoch, wo ich die letzten fünfhundert Treppenstufen noch nehme, ehe ich endlich vor dem beeindruckenden Bauwerk stehe.

Das Geländer drum herum ist mit den farbigen Gebetsfahnen verziert, die Worte
Om Mani Padme Hum, kann man darauf erkennen.

Es ist ruhig und friedlich. Ich gehe zur Treppe der Stupa, schlüpfe aus meinen Schuhen und spüre den kochend heissen Boden unter meinen Füssen.

Ich gehe im Uhrzeigersinn um die Stupa herum, geniesse die wunderschöne Aussicht auf den Pewha Lake und Pokhara, die Berge ringsum und den frischen Wind.

Ich unterhalte ich mich mit ein paar einheimischen Mädchen in Schuluniform. Die eine namens Salina, zeigt mit dem Finger in die Richtung ihres Dorfes, wo sie aufgewachsen ist.

Sie hat vier Schwestern und zwei Brüdermund das Glück, in die Schule zu gehen.

Sie ist elf Jahre alt und ein kluges Kind, kommt oft hier her und geniesst wie ich, die schöne Aussicht auf das Land.

Bennet gesellt sich zu uns, auch er und Tobi haben es geschafft, sind aber so fix und fertig, dass sie mit mir zusammen mit dem Taxi zurückfahren wollen.

Buddha sitzt in aller Ruhe auf seinem Sitz, unter ihm der See, um ihn herum die Berge. Menschen knien vor ihm, andere machen Bilder, wiederum andere fangen an zu beten.

Seit Jahren sitzt er da, während sich alles um ihn herum verändert. Ein interessanter Gedanke.

Wir betrachten ihn schweigend, jeder in seinen Gedanken versunken.

Schliesslich kehren wir zurück zum Taxi und fahren damit nach Pokhara.

In einem Geschäft kaufen Tobi und Bennet noch Proviant für die nächsten vier Tage, danach kehren wir zum Hotel zurück. Tobi fängt an, seinen Rucksack zu packen und ich helfe wo ich kann, damit er auch nichts vergisst.

Am Abend gehen wir zu zweit essen. Tobi futtert ein Steak und ich bestelle mir Chicken Butter Masala, was himmlisch schmeckt.

Anschliessend gewinnt er dreimal gegen mich im Billard, ich hatte einfach ungeheuerlich viel Pech.

Gegen den Abend kehren wir zurück ins Hotel und gehen bald darauf schlafen, schliesslich hat Tobi vier harte Tage vor sich.

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