11.07.2017. Ein Besuch im iranischen Spital von Shiraz

Am frühen Morgen waren meine Unterlippe und meine linke Wange so geschwollen, dass ich der Meinung war, ein Besuch im Spital wäre nicht das Dümmste. Also räumten wir so schnell wie möglich alles zusammen und fuhren nach Shiraz, welches noch etwa sechzig Kilometer entfernt war. Dank dem GPS konnten wir auf die Schnelle ein Krankenhaus ausmachen, was sich jedoch leider als Fehlgriff entpuppte, da es ein Spital für Geburten war.

Sie waren jedoch so nett und gaben uns die Adresse des Spitals, wo wir hinmussten.

Unterwegs zum anderen Spital trafen wir auf die Ambulanz, die uns, als wir nach dem Weg fragten gleich anwiesen, ihnen zu folgen.

Im Spital eingetroffen, wurde ich sogleich untersucht und bekam eine Infusion mit Kortison, weil ich laut Diagnose der Ärzte, ungewöhnlich allergisch auf den Stich der Bremse reagiert hatte. Etwa zwei Stunden und drei starke Medikamente später, wurde ich soweit entlassen, jedoch brachten sie uns vorher einfach so noch etwas zum Essen. Reis mit Huhn, mega fein und kostenlos, was es in der Schweiz bestimmt nicht gibt. Der ältere Mann der mit mir das Zimmer teilte, weil sein Auge so stark entzündet war, dass er operieren musste, brachte uns noch zwei Becher Wasser.
Ein lieber Kerl, der sich um uns kümmerte und dafür sorgte, dass es uns an nichts fehlte.
Auch die Ärztinnen waren total lieb und fürsorglich. Die Iraner sind einfach schon ein unglaubliches Volk, die einen total falschen Ruf haben, welchen sie nicht verdient haben. Das muss hier einfach mal gesagt werden.

Mit Antibiotika und Antihistamin im Gepäck verliess ich das Spital mit dem Versprechen, dass ich in zwei Tagen wiederkommen werde. Von den ganzen Medis die ich bekommen hatte, fühlte ich mich total k.o. und es war so heiss draussen, dass wir nach einem Hotel fragten. Leider hatten sie im Hotel keine Doppelzimmer mehr, sondern nur noch Suiten und da wir auf unser Geld schauen mussten, waren wir etwas unentschlossen. Schliesslich fragte ich nach einer Vergünstigung und wir bekamen eine Suite, welche wir zum Preis eines Doppelzimmers bezahlen konnten, was sehr freundlich war.

Wir bezogen unser neues zu Hause für die nächsten zwei Tage und waren froh als wir sahen, dass es auch eine Kochnische gab.

Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mich auszuruhen, während Tobi unsere Kühlbox putzte und im Internet nach Informationen für Pakistan forschte.

Zum Abendessen kochten wir Spaghetti mit Pesto und gingen früh schlafen.

 

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